Chile IV

17.7.2020 - ???



Bahia Jara in Bildern - Bahia Jara en images

im Winter und im Frühling - En hiver et au printemps

Wolken - Nuages

Tiere - Animaux

Landschaft von oben und um uns herum - Paysage vu d'en-haut et autour de nous


Momentaufnahmen - Petites histoires

Wie die Zeit vergeht! (4.8. - 4.9.2020)

 

Seit beinahe sechs Monaten sitzen wir in der Region Aysén fest.

 

Wie die Videos auf der Seite Chile III zeigen, durften wir die goldenen Farben des Herbstes geniessen. Den Blättern zuzusehen, wie sie von den Bäumen taumeln, war grossartig. Was passte besser zu diesem sanften leisen Fallen aus strahlend blauem Himmel, als die ersten Töne der Ouvertüre zum Film Mishima (Musik von Philip Glass - Film von Paul Schrader). Ein Genuss.

 

Die ersten Schneeflocken auf unserer von der Kälte leicht erröteten und gerade noch genügend warmen Nasenspitzen schmelzen zu spüren, liessen mich jubeln. Ich sang zum gefühlten millionsten Mal meine Version der ersten Strophe des Schweizer Kinderliedes: 

„Es schneielet, es beielet, es geit ä chüele Wind.

D Buebe lege d Händsche a und d Meitschi loufe gschwind.“

 

Nun kündet sich der Frühling an. Die Tage werden länger und länger; die Sonnenstrahlen wärmen mehr und mehr. Erste Bäume blühen. Es ist ein Erwachen aus einem doppelten Winterschlaf. Diese Atmosphäre erfasst mich, öffnet mein Wesen und bringt mich zurück zu „Worte und Bilder“.

 

Bahia Jara liegt abseits an einer nur dünn besiedelten Bucht. Wir sind also wieder einen kleinen Schritt näher an unserem „Nomadenleben“. Nur wenig Lichtverschmutzung gibt es hier. Der Aufgang des Vollmondes über den Hügeln und dem See war der Auslöser, mich nach langer Zeit wieder mit dem manuellen Fotografieren auseinanderzusetzen. Zwei Dinge fehlten mir für die praktische Umsetzung: ein Stativ und ein mindestens 200 mm Objektiv für den Mond. In Chile Chico fanden wir ein Leichtgewicht von Stativ. Das Objektiv lasse ich bis auf Weiteres ein Traum bleiben.

 

Zwei Dinge waren in den nächsten Abenden, Nächten und Morgen zentral für mich. Einerseits das praktische Üben, andererseits das Eintauchen in die Welt der Planeten und Sterne. So statisch wie viele dieser leuchtenden Massen am dunklen Himmel auf den ersten Blick erscheinen mögen, so lebendig werden sie bei lang andauernder Beobachtung. 

 

Seit dem Vollmond haben Jupiter und Saturn den Mond hinter sich gelassen. Jupiter rückt näher und näher an Saturn heran, während die Sichel des Mondes schmaler und schmaler wird. Spätabends habe ich zum ersten Mal in meinem Leben bewusst das Aufgehen von Mars erlebt, der wenige Nächte später vom Mond für eine Weile verdeckt wurde. Ein frühmorgendlicher Lichtstreifen auf dem See hat mich Staunen lassen. Die aufgehende Venus warf ihn. 

 

Das tägliche Sichten und Nachbearbeiten meiner Fotos auf dem Computer nahm ebenfalls viel Zeit in Anspruch und das Üben stand auch hier im Mittelpunkt. So vergingen meine Tage und Abende wie im Flug. Alles hat unheimlich viel Spass gemacht und ich habe viel gelernt dabei. Diese Wunder am nächtlichen Himmel begeistern und beflügeln mich.

 

Und dann habe ich meinen ersten selbstgekauften Computer im Kaffee „ersäuft“. Wie es dazu kam? Die zur Hälfte gefüllte Tasse stand noch auf dem Tisch. Ich habe meinen Computer daneben installiert und die Kamera an diesen angeschlossen. Da die Vorsicht bekanntlich die Mutter der Porzellankiste ist, habe ich die Tasse weiter nach hinten gestellt. Dennoch gelang es mir, kurz darauf erst diese Tasse umzuwerfen, dann den Computer blitzschnell umzudrehen und auf das weiche gegenüberliegende Sofa zu werfen. Die Kamera flog durch die Luft und landete unsanft auf dem Boden. Die ganze Aktion wurde natürlich von lauten „Merde, Merde, Merde“ begleitet. Danach wurde der Computer abgetupft, die Kamera aufgelesen und der vergossene Kaffee aufgewischt. Die Kamera hat den Sturz überlebt. Der Computer hat seinen Geist aufgegeben und trocknete an einem warmen Ort vor sich hin. Intuitiv wusste ich ja sofort, mein Computer liebt Feuchtigkeit nicht, dennoch habe ich eine Recherche auf dem Internet gestartet. Die erste von mir gelesene Anweisung lautete: „Don’t panic!“ Da stellt sich die Frage: „Soll ich jetzt heulen oder lachen?“ Wer liest schon im Voraus, was bei einem Wasserschaden zu tun sei!

 

In der nächsten Nacht war mir der Schlaf nicht wohl gesonnen. Dafür wurde ich von der Natur einmal mehr reichlich beschenkt. Kurz nach fünf Uhr morgens gingen erst Venus und dann der Mond am Horizont auf.

 

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

 

In der Zwischenzeit 

  • ist mein Computer in Santiago eingetroffen. Sein Schicksal ist auch nach drei Wochen unklar. 
  • Der Vollmond hat die Nacht wiederum in Tag verwandelt. Jupiter und Saturn haben den Mond erneut überholt und Mars ist auf Verfolgungsjagd.
  • Unser Touristenvisum ist abgelaufen und kann nicht erneuert werden. Nächste Woche werden wir ein Visum für Rentner beantragen. Hoffentlich klappt es.

Letzte Nacht hat mich wiederum ein Wunder der Natur in seinen Bann gezogen. Ein Halo-Ring hat Mond und Mars umschlossen. So nah war dieses Phänomen an mir, dass es mir nicht gelungen ist, dieses mit meiner Kamera festzuhalten. So lege ich dieses Schmuckstück in meiner Erinnerungsschatulle ab. 

 

Fotos:

  1. Blühender Baum
  2. 4. August, 08:04, Untergang des Mondes
  3. 4. August, 19:20, Aufgang des Mondes
  4. 4. August, 19:31, Jupiter gefolgt von Saturn
  5. 15. August, 05:38, Aufgang von Venus und Mond
  6. 15. August, 07:16, Mond und Venus am Morgenhimmel
  7. 19. August, 05:18, Orion
  8. 21. August, 20:00, Mond kurz vor Untergang
  9. 22. August, 06:30, Orion 
  10. 27. August, 06:28, Venus
  11. 27. August, 20:56, Jupiter und Saturn jagen den Mond
  12. 28. August, 18.52, Jupiter überholt den Mond gefolgt von Saturn
  13. 31. August, 19:46, Canopus, hellster Stern, nur im Süden sichtbar
  14. 31. August, 19:44, Vega, ehemaliger Polarstern
  15. 31. August, 22:43, Aufgang von Mars
  16. 1. September, 18:12, Mondaufgang
  17. 4. September, 22:28, Mond und Mars

Gloria
ist nicht nur unsere Vitaminlieferantin, sondern bereichert uns mit ihrem Humor, ihrer Schlagfertigkeit, ihrem Lachen, ihrer Grosszügigkeit und ihrer Liebenswürdigkeit. So hat sie sich nicht geniert, mich wegen meiner  limitierten Spanischkenntnisse sprichwörtlich am Ohr zu ziehen. Dass sie, wäre sie in meinem Lande zu Gast, selbstverständlich meine Sprache sprechen würde, nicke ich mit einem Lachen ab. Welchen Dialekt würde sie wohl wählen?


Im Winter hat sie uns mit verschiedenen Salaten, Spinat und Koriander versorgt. Jetzt im Frühling gibt es noch Petersilie, Schnittlauch, Rucola und farbige Krautstiele dazu. Sie findet stets auch andere wild wachsende Kräuter in ihrem Garten für mich. Hier ein Stängel Oregon und dort ein paar Blätter Minze. Ihre am Baum getrockneten Kirschen sind eine Delikatesse und ihre in Gläsern eingemachten Früchte schmecken köstlich. Sie ist mit Recht stolz auf ihren Biobetrieb, auf dessen Gelände auch die Gänse ihre Eier ausbrüten dürfen, wo sie wollen.


Wir haben mit ihr die blühenden Kirschbäume bestaunt und ihr Mann hat mir zwei Wochen später die ersten Früchte gezeigt. Er erzählte mir, dass die Leute die Kirschen bei ihnen ab Hof kaufen und freut sich besonders darüber, dass Kinder bei dieser Gelegenheit die Früchte direkt vom Baum weg essen. In einem Brutkasten hat er Eier von Gänsen, Enten und Hühnern. Die Jungtiere finden erst einmal einen Platz in der grossen Küche mit Sicht auf den Lago General Carrera.


Jeder Besuch bei Gloria und ihrem Mann ist für uns ein Highlight, welches unseren Alltag in Bahia Jara bereichert. Muchas gracias por todo.

Gloria
est notre fournisseuse de vitamines mais aussi, elle enrichit notre séjour à Bahia Jara avec sa générosité, son sourire, son humour, sa gentillesse et son esprit vif. Elle ne se gêne pas de me tirer les oreilles pour mes pauvres connaissances de l'espagnol. Elle affirme qu'elle parlerait ma langue si elle vivait dans mon pays. Bon, j'accepte en riant, mais je me  demande quel dialecte elle choisirait.


En hiver elle nous a fournit des salades, de l'épinard et du coriandre. Le printemps fait grandir son offre. Maintenant s'ajoute la chicorée, la roquette, le persil, la ciboulette, et des feuilles de chou de différentes couleurs. Tout au long de nos visites elle trouve dans son jardin sauvage, une herbe à nous offrir comme la menthe où l'origan. Ses cerises séchées sur l'arbre sont une délicatesse et ses fruits en conserve sont également excellents. Elle a raison d'être fière de sa ferme bio. Ici mêmes les oies trouvent leur place pour nicher.


Enfin le printemps arrive. Les cerisiers sont en fleurs. Nous les admirons en sa compagnie.  Deux semaines plus tard, son mari me montre les premiers fruits encore tout petits . Contrairement aux autres vergers de la région qui exportent en Europe et en Asie eux vendent leur récolte sur place. Il est particulièrement fier en voyant les enfants se régaler à même les arbres. Dans un incubateur dans le salon, ils ont des œufs de poules, d'oies et de canard. Les jeunes oiseaux commencent leur vie au bord d'une fenêtre avec vue sur le lago General Carrera.


Les rencontres avec Gloria et son mari sont à chaque fois un événement heureux dans notre routine à Bahia Jara. Muchas gracias por todo.


Himmel (7.9. - 17.11.2020)
Die Krönung meiner bisherigen Sternenbeobachtungen war ein Überraschungsgeschenk. Kein Bild gibt es von dieser grandiosen Nacht am Rio Pascua. Das Drehen unseres Planeten habe ich wie nie zuvor wahrgenommen und wurde bis ins Tiefste meines Wesens eingefangen von dieser mächtigen sowie geheimnisvollen Schönheit um uns herum. Vom Küchenfenster aus schaute ich dem Aufgehen des Sternbildes Orion und dem Stern Sirius zu. Fast greifbar erschienen sie mir.


Doch lasst mich den Faden dort aufnehmen, wo ich in meinem letzten Bericht aufgehört habe. Beobachtungen wie der Haloring um Mond und Mars haben mich neugierig gestimmt. Auch das nicht Fassen können von Phänomenen am nächtlichen Himmel hat mich zu einer tieferen Auseinandersetzung mit der Astronomie geführt. Dabei bin ich bis zur Quantenphysik vorgestossen und der scheinbar heftigen Diskussion zwischen Bohr und Einstein begegnet.


Auf der andern Seite hat sich die Faszination der Raumfahrt meiner wieder mächtig gemacht. Ich staune, wie viel näher wir bereits der von Asimov und anderen Science-Fiction-Autoren erdachten Welten wir sind. Trotzdem wird es wohl noch viele Generationen Mensch brauchen, bis wir in all die Geheimnisse des Universums vorstossen. Gut, die Besuche etc. unseres Mondes sowie Mars sind bereits feste Bestandteile in der Planung/Realisierung von NASA und SpaceX. Dem nicht mehr ganz so neuen Traumpaar der amerikanischen Raumfahrt. Auch die Russen und Chinesen gehen mit grossen Schritten vorwärts in der Raumfahrt.


Die Orientierung in der südlichen Hemisphäre bedarf für an die nördliche Hemisphäre gewohnte Beobachterin einer Anpassung. Hier erscheint z. B. das Sternbild Skorpius mit Schwanz nach oben und Kopf nach unten oder Jupiter befindet sich links von Saturn und nicht rechts. Skorpius ist nur ganz im Süden der nördlichen Hemisphäre ganz sichtbar. Sein Hauptstern Antares leuchtet in sanftem Orange und ist leicht zu finden.
Mithilfe der App Stellarium entdecke ich Schritt für Schritt einige der Wunder des Nachthimmels. Und auf spezialisierten Internetseiten kann ich mir auch einige aus der Nähe ansehen.


Die Milchstrasse befindet sich so nahe am Horizont, dass mit den mir verfügbaren Mitteln und von meiner Position aus nur einzelne Partien fotografiert werden können.


Eines Nachts sehe ich am nordöstlichen Horizont ein helles Flackern und entdecke so die Plejaden und dann Aldebaran.


An einem wolkenlosen Himmel zwei Wolken zu sehen und dies stets in der Nähe von Canopus mutet im ersten Moment etwas komisch an. Doch dann stellt es sich heraus, dass es sich um die grosse und kleine Magellanwolke handelt.


Den Bogen, den die Sterne Canopus, Achernar, Formalhaut und Altair über den Himmel spannen, helfen ebenso bei der Orientierung wie der in dieser Zeit besonders strahlende Mars.


Das nicht Respektieren der Nachtsperre von jungen Chilenen bietet mir eine einmalige Gelegenheit, irdisches sowie ausserirdisches Strahlen abzulichten.


Am 30. September darf ich mit blossem Auge vier Planeten und den Mond gleichzeitig beobachten: Merkur, Jupiter, Saturn und Mars.
Am 14. Oktober um 5 Uhr, 18 Minuten und 20 Sekunden fotografiere ich einen leuchtenden, sich rasch fortbewegenden Punkt oberhalb der Plejaden. Wie es sich später herausstellt, hat genau in diesem Moment der Commander der Expedition 64 - Sojus M 17 dem Bodenpersonal mitgeteilt: „The maneuver is engaged, the station has moved to the left and to the top“. Zwei Minuten später ist die ISS in Sichtweite der Sojus. Das Docking erfolgt um 5 Uhr 48. So wurde ich ohne es zu wissen, Zeugin eines Teiles des bis anhin schnellsten nur dreistündigen Fluges zur ISS.


Für die Orioniden (Meteorstrom) wollte ich richtig vorbereitet sein. Mein altes Objektiv kann zwar auf unendlich eingestellt werden, doch fehlt es trotzdem an Schärfe. Schon Nächte vorher versuche ich mit verschiedensten Methoden dieses Problem in den Griff zu kriegen. Viele Ratschläge finde ich von Astrofotografen in Blogs und auf Youtube. Zudem habe ich keinen Startracker, was das Eruieren des Problems kaum leichter macht. Ich nehme an, es liegt an einer Kombination von verschiedenen Faktoren.


Am Tag vor der Nacht der Nächte versuche ich auch stundenlang eine Lösung für mein Kitobjektiv zu finden. Ich schaffe es nicht und gebe mich geschlagen. Dennoch bin ich in den frühen Morgenstunden auf meinem Posten. Immer wieder geht ein wildes Zittern durch Orion und die nähere Umgebung. Es kommt mir vor, als schaute ich unsichtbaren Blitzen zu. Nun gilt es Foto um Foto zu machen, um vielleicht eine Sternschnuppe einzufangen. Trotz warmer Kleidung bin ich nach etwas mehr als einer Stunde, vielem Beben und drei Sternschnuppen völlig durchgefroren. Also beschliesse ich mich für eine Weile in die Wärme unseres Zuhauses zurückzuziehen. Etwas nach 4 Uhr steht Pierre kurz auf, sieht eine wunderschöne Sternschnuppe und Theresa, die tief schläft. Ja, das waren dann wohl einige schlaflose Nächte zu viel für mein System. So habe ich einen grossen Teil der Orioniden verschlafen und mein Versuch, eine Sternschnuppe fotografisch einzufangen, blieb ohne Erfolg.


Am 17. November, kurz nach drei Uhr morgens, weckt mich Pierre mit der Aussage: "Der Himmel ist klar". Draussen bei nur gerade fünf Grad mache ich einige Fotos. Über dem Gletscher hat es leider Wolken. Doch gerade als ich einmal mehr das Sternbild Orion ablichte, sehe ich im Norden nahe am Horizont einen feinen hellen Streifen, dem eine leuchtend grüne/r "Kugel/Schweif" vorauseilt. Kaum haben meine Augen dieses Spektakel erfasst, ist es auch schon wieder verschwunden. Die Nacht der Leoniden beschert mir meine erste farbige Sternschnuppe (4.24.14). Welch ein Wunder!


Einführend habe ich von der stockfinsteren, wolkenlosen und windstillen Nacht des 10. November am Rio Pascua geschrieben. Sie war im wahrsten Sinne des Wortes ein Geschenk des Himmels. Dennoch möchte ich keine einzige der andern Nächte missen. Der Wind hat mir oftmals einen Strich durch die Rechnung gemacht, doch meine Begeisterung konnte er nicht mindern. So werde ich mir bestimmt auch in Zukunft von Zeit zu Zeit eine schlaflose Nacht gönnen.


Anmerkung: Ich nutze eine D-SLR-Kamera. Die meisten meiner Fotos sind mit einem vierzigjährigen 35mm Objektiv, mit f/2.8, ISO max. 3200 und Belichtungszeit max. 30 Sekunden aufgenommen. Mit einer Ausnahme (in "Wie die Zeit vergeht") handelt es sich um Einzelfotos. Photoshop habe ich nicht. Mein Computer hat seine Bekanntschaft mit Kaffee nicht überlebt.

 

Fotos:

  1. 7. September, 05:30, Venus
  2. 15. September, 06:26, Crux del Sur, Hadar & A Centauri, Triangulum Australe
  3. so sieht das Sternbild Scorpius in der südlichen Hemisphäre aus, der Kopf unten und der Schwanz oben
  4. 21. September, 22:25, Mond kurz vor dem Eintreten in das Sternbild Scorpius,  der orange Stern ist der Hauptstern Antares
  5. 25. September, 20:57, Sternbild Scorpius
  6. 29. September, 21:09, Merkur
  7. 30. September, 21:26, Mars links unten
  8. 2. Oktober, 21:07, Mond und Mars
  9. 2. Oktober, 21:45, Mond und Mars
  10. 2. Oktober, 22.59, Mond und Mars
  11. 9. Oktober, 21:01, Mars und Fähre von Chile Chico
  12. 11. Oktober, 23:12, Jupiter und Milchstrasse
  13. 11. Oktober, 23:26, Jugendlich feiern unter der Milchstrasse mit Carina-Nebula, Sternhaufen u.v.m.
  14. 11. Oktober, 23:27, mit Taschenlampe ins Gebüsch, ein Feuer daneben und ein prächtiger Sternenhimmel darüber
  15. 11. Oktober, 23:30, Milchstrasse über Ursul
  16. 12. Oktober, 00:40, Sternbild Orion und Sirius
  17. 12. Oktober, 00:54, Plejaden und Aldabaran
  18. 12. Oktober, 01:32, grosse Magellansche Wolke
  19. 13. Oktober, 21:54, Sternbild Scorpius und Milchstrasse
  20. 13. Oktober, 22:07, grosse und kleine Magellansche Wolke
  21. 14. Oktober, 05:18, ISS, Aldebaran und Plejaden
  22. 14. Oktober, 06:22, Mond und Venus
  23. 16. Oktober, 21:22, Hadar und A Centauri von der Chacra von Anne und Oskar aus fotografiert
  24. 16. Oktober, 21:31, Scorpius von der Chacra von Anne und Oskar aus fotografiert
  25. 19. Oktober, 21:17, ISS begegnet Starlink-Satelliten
  26. 19. Oktober, 21:24, Starlink-Satelitten "attackieren" Mars
  27. 21. Oktober, 21:54, Sternenhimmel beim Nationalpark Jeinimeni oder Argentinien so nah und doch so fern
  28. 25. Oktober, 21:30, Crux del Sur über der Grenze Argentinien/Chile
  29. 30. Oktober, 22:49, Antares über den Schneebergen beim Zusammenfluss des Rio Baker und des Rio Neff
  30. 30. Oktober, 22:50, Altair über den Schneebergen beim Zusammenfluss des Rio Baker und des Rio Neff
  31. 30. Oktober, 22:51, Crux del Sur, Hadar & A Centauri über den Schneebergen beim Zusammenfluss des Rio Baker und des Rio Neff
  32. 31. Oktober, 21:27, Aufgang des blauen Mondes und ISS
  33. 17. November, 03:55, Sterne über einem Teil des Bergmassivs San Lorenzo
  34. 17. November, 04:00, Crux del Sur, Kohlsack-Nebula, Carina-Nebula, div. Sternhaufen u.v.m. - Milchstrasse in den frühen Morgenstunden über dem Bergmassiv San Lorenzo
  35. 17. November, 22:47, Milchstrasse, Crux del Sur und  Hadar & A Centauri über dem Bergmassiv San Lorenzo
  36. 17. November, 22:51, Jupiter und Saturn sind schon ganz schön nahe beieinander

Carretera Austral (30.10. - 21.11.2020)
Nach einem schönen Kurzausflug bis zum noch immer nicht geöffneten Nationalpark Jeinimeni fahren wir zurück nach Bahia Jara. Doch wir halten es nicht lange dort aus. Die Regeln lockern sich in Chile. Wir dürfen uns frei in der Region Aysén bewegen, die nächtliche Sperre dauert nur noch von Mitternacht bis fünf Uhr und am 5. November wird der Cordon Sanitario um die Region aufgelöst, obwohl die Hauptstadt Coyhaique  gerade unter Quarantäne steht. Wir beschliessen bis ans Ende der Carretera Austral zu fahren. Ob sie uns in Cochrane, dem Hauptort des Südens, reinlassen und uns die Weiterfahrt erlauben, erfahren wir nur vor Ort.


Am ersten Tag schaffen wir es bis zum Zusammenfluss des Rio Baker und des Rio Neff. Wir machen die gleiche Wanderung wie im Winter bis zum Aussichtspunkt. Einige Kilometer weiter schlagen wir unser Nachtlager auf mit Sicht auf den Wasserfall. Da, wo ich beim letzten Mal vergessen habe, dass meine Kamera auch Videos aufnehmen kann.


Beim Eingang zum Dorf Cochrane hat es tatsächlich noch einen vom Militär gesicherten Kontrollposten. Unsere Personalien werden aufgenommen und unsere Temperatur gemessen. Alles i.O. Sie versichern uns, dass wir nun das ganze Gebiet bis ans Ende der Carretera Austral bereisen dürfen.


Zwei Tage verweilen wir am Ufer des Lago Cochrane. Fast am Ende der Piste finden wir einen herrlichen Stellplatz direkt am Ufer. Pierre entdeckt die verschiedenen Inseln mit dem Kajak und nimmt ein erstes Bad im kalten Wasser. Die Familie der nahe gelegenen Chacra mit dem passenden Namen "buena vista" fährt währenddessen mit dem Boot zu zwei der Inseln, um die dort lebenden Schafe zu scheren.
Nach dem Einkauf von feinem chilenischen Camembert und weiteren Delikatessen in Cochrane fahren wir bis zum Fluss Ñadis, wo wir unser Nachtlager mit Sicht auf Gletscher und Schneeberge aufschlagen.


Am nächsten Tag besuchen wir das vor wenigen Monaten weltweit in die Schlagzeilen geratene Dorf Caleta Tortel. Hier kam der erste Covidfall an Land. Ein englischer Passagier eines Kreuzfahrtschiffes.


Das Dorf ist an einen Hang gebaut mit Sicht auf den Fjord, unweit dessen der Rio Baker im Meer mündet. Die einzelnen Holzhäuser sind über unzählige Holztreppen- und stege miteinander verbunden. Eingebettet ist das Ganze in schon fast tropisch anmutendes Grün. Bei unserem Spaziergang werden wir von zwei Hunden begleitet, die es sich zur Aufgabe machen, uns gegen alle im Dorf lebenden Vierbeiner zu verteidigen.


Nach einer ruhigen Nacht etwas ausserhalb des Dorfes am Ufer des Rio Baker machen wir uns auf den Weg nach Puerto Yungay. Über 10 km führt die Strasse von dort aus über Wasser. Ein netter Militär sagt uns, dass die Fahrt mit der Fähre für Ausländer nicht erlaubt sei. Nachdem wir ihm erklärt haben, dass wir die letzten Monate in der Gemeinde Chile Chico verbracht haben, ab heute der Cordon sanitario aufgelöst ist und wir grünes Licht für die Weiterfahrt in Cochrane erhalten hätten, ist er bereit, die Sachlage abzuklären. Erst einmal fährt die Fähre jedoch ohne uns ab. Der Fährverantwortliche klärt ab, der Militär klärt ab und die Transportpolizei kontrolliert. Um 16 Uhr sind wir an Bord und finden unseren Nachtplatz gleich auf der andern Seite am Rio Bravo.


Auf dem Weg zum Lago Christie besuchen wir die hübsche Holzkapelle von Antonio Ronchi. Kurz darauf entdecken wir ein grosses offenes Holzportal. "Las Margaritas" steht darüber geschrieben. Alles sieht gepflegt aus und so nehmen wir an, es handle sich um eine Parkanlage. Ungeniert fahren wir rein, folgen der Strasse und landen vor einem grossen offenen Hangar. Mehrere Arbeiter sind daran, grössere Holzboote aufzufrischen. Sie reagieren mit Verblüffung auf unser Erscheinen. Weiter unten sehen wir ein grosses Haus. Oh oh, es scheint sich hier eher um ein Privatgelände als um eine öffentliche Parkanlage zu handeln. Eine Dame erscheint auf der Seite von Pierre und begrüsst uns freundlich in Englisch. Sie sei die Besitzerin und heisse Rosio. Nach einem kurzen Gespräch erklärt sie uns, wie wir wieder rauskommen und wir entschuldigen uns für unser Eindringen. Nun sind wir natürlich noch neugieriger als zuvor. Eines ist klar, hier lebt jemand mit viel Geld.


Am Lago Christie erwartet uns viel Wind und der Weg der Pioniere (Ruta de los pioneros). Zu Zeiten Pinochets war dies die einzige Verbindung zu O'Higgins. Es dauerte bis zu 30 Tagen, um von O'Higgins zu Fuss mit einer Herde Kühe nach Cochrane zu gelangen. Wie Pierre bei einer Wanderung feststellt, wird der Weg heute noch genutzt, um zu entlegenen Weidegebieten zu gelangen. Auch kann in einer Woche von einem Ort zum andern gewandert werden.


O'Higgins ist das letzte Dorf an der Carretera Austral. Wir sind überrascht, wie schmuck es daher kommt. Am Hafen, einige Kilometer weiter, endet die Strasse. Wir fahren nach dem Mittagessen etwas zurück und finden einen schönen Platz am Fluss gleich neben der Brücke. Zu meinem Schrecken stelle ich bald einmal fest, die Stecher sind aus ihrem Winterschlaf aufgewacht.


Nun haben wir wieder Internet und Pierre recherchiert gleich einmal "Las Margaritas". Wir staunen nicht schlecht über das Resultat. Ein 35 Tausend Hektaren grosses Gebiet gehört einem der reichsten Männer Chiles und Rosio ist seine Ehefrau. Zurzeit lebt er tatsächlich auch dort. In einem Land, in dem Privatgelände umzäunt und die Portale verschlossen sind, war es überraschend einfach auf ihr Land zu gelangen.


Am nächsten Tag unternehmen wir eine schöne Wanderung zum Aussichtspunkt über die beiden Gletscher Mosco und Huemul.


Der Fluss Pascue ist unser nächstes Ziel. Hier soll einmal die erweiterte Carretera Austral durchführen. Vorgesehen ist es, Puerto Arenas auf dem Landweg zu erreichen. Dazu müssen jedoch neun Fähren genutzt werden, da die Gletscher manchmal von der argentinischen Grenze bis ans Meer reichen. Bis 2040 soll dieser Teil ausgebaut sein. Nun gilt es zu hoffen, dass die zukünftigen Fähren etwas moderner sind als die von den Einheimischen und Arbeitern immer noch genutzte.


Nach einem kurzen Einkauf in Cochrane machen wir uns auf den Weg zum Gletscher Calluqueo. Trotz Wolken ein grossartiger Anblick und unser Stellplatz für die nächsten zwei Tage lässt keine Wünsche offen.


Der nächste Morgen verheisst nur Gutes und so machen wir uns auf, zu Fuss diese Gletscher- und Bergwelt zu erkunden. Die immer wieder auftauchenden und in Windeseile wieder verschwindenden Wolken tragen das ihrige zu dieser prächtigen Landschaft bei. Wir erwandern einen weiteren Teil des Pionierweges und als der Fluss sich uns in den Weg stellt, steigen wir auf in etwas höhere Gefilde. Zurück bei Ursul geniessen wir draussen unsere schöne Aussicht. Das Bergmassiv San Lorenzo ist für uns "Torres del Paine" und "Fitzroy" in einem.


Am Lago Brown baut das Militär eine neue Strasse. Um in die Nähe des Sees zu gelangen, müssen wir ein kurzes Stück illegal fahren. Ganz ans Ufer kommen wir nicht, denn dieses ist mit kleinen Bäumen und Sträuchern dicht begrünt.


Wir fahren auf einer Piste weiter zum Fundo de Lorenzo. Ursul freut sich. Keine Menschenseele ist bei der Hacienda anzutreffen. Nur eine Katze begrüsst uns. Wir übernachten ganz in der Nähe oberhalb des Rio Tranquilo mit Sicht auf die wunderschönen Berge und Gletscher.


Nach meiner kurzen Nacht (s. Bericht Himmel) bin ich am nächsten Morgen viel zu müde, um die vorgesehene Wanderung in Angriff zu nehmen. So fahren wir wieder ein Stückchen zurück und bleiben auf einer Wiese mit wunderbarer Sicht auf die grandiose Bergkulisse. Pierre unternimmt eine kurze Erkundungswanderung.


Es ist Zeit wieder einmal nachzuschauen, ob mein Visum endlich erteilt wurde, da Pierre nur noch wenige Zeit hat sein Visum zu bezahlen. Ganz am Anfang von Cochrane an einem kleinen Fluss finden wir einen Platz mit Internetempfang. Tatsächlich habe ich eine Mitteilung, dass mir mein Visum gewährt wurde. Nun gilt es am nächsten Tag einzuzahlen und uns zu registrieren.


Gegen Abend finden wir heraus, dass die Fähre über den Rio Baker ausser Betrieb ist. Trotzdem fahren wir hinunter und finden etwas weiter einen schönen Platz unter mächtigen Bäumen gleich am Fluss. Übrigens erscheint die Fähre nicht viel vertrauenswürdiger als die vom Rio Pascua.


Der Nationalpark Patagonia ist das Paradies der Guanaco. Zum ersten Mal sehen wir auch Jungtiere. Letzten März wäre dies eigentlich unser geplanter Übergang nach Argentinien gewesen. Nun fahren wir nur bis zum letzten Camping und wieder zurück. Der Park ist immer noch geschlossen und wir dürfen hier weder wandern noch übernachten.


Eine letzte Nacht am Ufer des wie immer leuchtend blau-grünen Flusses Baker geniessen wir, bevor es teilweise im Regen zurück nach Bahia Jara geht. In der Zwischenzeit ist die Vegetation explodiert und überall blüht es. Doch wir spüren unsere Zeit hier neigt dem Ende zu. Sobald wir die letzten Vorbereitungen getroffen haben, machen wir uns auf die Reise gegen Norden. Nun haben wir ja ein Visum in der Tasche und sind immer noch zuversichtlich, dass die Grenzen zu den Nachbarländern in einigen Wochen öffnen.


Carretera Austral
Après un court séjour en direction du Lago Jeinimeni nous retournons à Bahia Jara pour quelques jours seulement. Une fenêtre de beaux temps et le relâchement de certaines restrictions au Chili nous invitent à découvrir la partie la plus au sud de la région Aysén.


Le premier jour de notre voyage nous roulons jusqu'à la conjonction du rio Baker et du rio Neff ou nous répétons notre petite promenade de l'hiver dernier, cette fois-ci dans la verdure printanière.


A l'entrée du village de Cochrane le poste sanitaire/militaire fonctionne encore. Après avoir pris notre température et nos informations personnelles ils nous confirment que nous pouvons visiter toute la région au sud de leur village jusqu'au bout de la Carretera Austral.


Nous passons deux jours sur la rive du joli lac Cochrane au bout de la piste. Pierre en profite pour commencer sa saison de baignade et pour découvrir quelques petites îles en kayak  pendant que la famille de la dernière ferme au bout de la piste part en bateau pour aller tondre leurs quelques moutons qui y vivent.


Après l'achat exceptionnel d'un excellent camembert chilien (de lait de brebis!!!), nous roulons jusqu'à la rivière Ñadis où nous trouvons une autre belle place pour la nuit avec vue sur les glaciers et les montagnes enneigées.


Le lendemain nous visitons le petit village Caleta Tortel. En mars dernier, il faisait les nouvelles car la première personne infectée par le coronavirus au Chili est arrivée chez eux, un passager anglais d'un bateau de croisière.


Le village est construit sur un flan de montagne avec  vue sur le fjord. Aucune rue, toutes les maisons sont reliées par des passerelles et des escaliers en bois. La verdure autour est dense et nous surprend par son côté presque tropical. Deux chiens nous accompagnent lors de notre promenade et nous défendent contre tous les autres quatre pattes.


Après une nuit tranquille un peu en-dehors du village, sur la rive du même rio Baker, nous continuons notre route. A Puerto Yungay nous devons prendre un traversier pour continuer la Carretera Austral. Nous sommes accueillis par un gentil militaire qui nous explique que, depuis le début de la pandémie,  les étrangers n'ont pas le droit de prendre le traversier. Nous lui expliquons que nous vivons depuis le mois de mars dans la commune de Chile Chico, que le cordon sanitaire autour de la région d'Aysén est levé ce jour-même et que les personnes du contrôle à l'entrée de Cochrane nous ont assuré que nous pouvions passer partout. Lui et le capitaine du bateau font quelques téléphones mais, avant que la réponse n'arrive, le traversier part sans nous. En attendant, la police des transports vient nous rendre visite et finalement on a le feu vert pour le bateau de 16 heures.  Après cette petite croisière sur le fjord Mitchell, nous trouvons vite une place pour la nuit sur le bord du rio Bravo.


Sur notre chemin vers le lac Christie nous découvrons la belle petite chapelle en bois d'Antonio Ronchi. Et puis un peu plus loin un portail ouvert en bois entouré de pelouse bien soigné attire notre attention. Le nom "Las Margaritas" nous incite à croire qu'il s'agit d'un parc, alors nous entrons et suivons le petit chemin jusqu'à une place avec un grand bâtiment ouvert. Plusieurs hommes sont en train de réparer des bateaux en bois. Ils semblent surpris et dérangés par notre arrivée et la vue d'une grande maison au loin fait plus penser à privé que public. Une voix de femmes nous réveille de notre stupeur. Elle se présente comme propriétaire de ces lieux et confirme qu'il s'agit bel et bien d'une propriété privée. En très bon anglais Rosio converse un peu avec nous et, avant de nous indiquer gentiment le chemin de la sortie, nous explique que comme nous, elle et son mari se sont fait prendre par surprise et ont choisi d'y passer leur confinement. Bien intrigués, nous devrons attendre quelques jours pour mieux connaître leur histoire.


Au Lac Christie un vent fort et l'extrémité sud de la « Ruta de los pioneros » nous attendent. Avant la construction de la Carretera austral au temps de Pinochet, c'était le seul accès à Villa O'Higgins. Il y a une vingtaine d'année, notre ami Oscar de Bahia Jara, l'utilisait pour amener des troupeaux de chevaux jusqu'à Chile Chico. Pierre en parcours une partie et les crottes de cheval et les bouses de vaches indiquent qu'il est toujours utilisé pour se rendre à des fermes plus loin. Les randonneurs y seront bientôt plus nombreux que les gauchos.


Le dernier village de la Carretera Austral, Villa O'Higgins, nous surprend par son allure bien soignée. Nous dînons au port à quelques kilomètres du village où la route actuelle s'arrête officiellement. Notre place pour deux nuits,  nous la trouvons proche du pont sur un beau gazon avec vue sur des glaciers. La nuit tombe et les moustiques se réveillent affamés d'un long hiver.


Une connexion internet permet de lancer une recherche sur "Las Margaritas". Nous nous attendions à des propriétaires plutôt riches mais pas à ce point. Rosio est l'épouse d'un des hommes des plus riches du Chili. Cette propriété de 35000 hectares n'est qu'une parmi celles qu'ils possèdent sur plusieurs continents. Probablement la meilleure place pour passer la pandémie sans « mascarilla ». Dans un pays ou les terrains privés sont bien protégés et les portails fermés l'accès nous a semblé bien facile.


Le lendemain une agréable randonnée nous amène à un point de vue sur les glaciers Mosco et Huemul.
Notre prochain but et le rio Pascua. La prolongation de la Carretara Austral passera par là. Il est prévu de relier Punta Arenas, en Terre de Feu,  au reste du pays en 2040. Comme les glaciers vont parfois de la frontière argentine jusqu'à la mer, il faudra prendre neuf traversiers pour s'y rendre. Espérons que ces traversiers seront en meilleurs états que celui encore utilisé par les gens du coin.


Un petit détour à Cochrane et nous nous lançons dans la découvertes du massif San Lorenzo, deuxième sommet de Patagonie. Le premier lieu visité est le mirador du glacier Calluqueo. Malgré les nuages la coulisse est majestueuse et nous nous y installons devant pour deux nuits.


Une journée ensoleillée de randonnée sur la partie nord de la « Ruta de los pioneros »  nous montre d'autres facettes du même massif. Cette belle nature nous rend très heureux et lorsque la rivière nous empêche de continuer nous rejoignons les hauteurs sur des sentiers de vaches. Seule présence humaine : deux duos de gauchos partis rejoindre leur troupeaux. Pour nous ça bat les fameux « Torres del Paine » et « Fitzroy », les deux vedettes de la Patagonie.


Grâce à l'armée chilienne l'ancienne piste du lac Brown devient route. Juste avant de tourner vers le lac sur une petite piste il est interdit de continuer. Personne est dans les alentours pour poser des questions alors nous décidons de faire ces quelques mètres illégalement. Même si la végétation plutôt dense ne permet pas de rejoindre la rive nous trouvons une belle place et de notre hauteur nous profitons de la vue sur le lac et les montagnes en arrière plan.


Le Monte San Lorenzo est considéré par les aficionados comme le Torres del Paine d'il y a 50 ans. L'accès y est trop difficile pour les minibus et Ursul nous démontre encore une fois ses capacités. Les propriétaires de la hacienda San Lorenzo sont à la fois les hôtes et les gardiens de la montagne.  Ils sont absents et seul un chat vient nous saluer. Alors nous décidons de nous installer un peut en hauteur de l'autre côté de la rivière. Cette vue à couper le souffle sur une autre face du massif nous accompagne en cette soirée de novembre qui, au sud, s'étire.


Un peu après trois heures du matin Pierre me réveille avec les mots "Le ciel est clair!". Je ne saute pas vraiment du lit mais je ne résiste pas à la tentation d'aller voir et d'essayer de prendre quelques photos. Quel magnifique spectacle m'attend. Lorsque je regarde vers le nord j'aperçois une mince ligne blanche devancée par une sorte de boule verte. Tout se passe incroyablement vite. Pour la première fois de ma vie j'ai vu, mais pas photographié, une étoile filante colorée. C'est la nuit des Leonides.


Le manque de sommeil coupe mon enthousiasme pour une autre randonnée. Ainsi nous décidons de revenir sur nos pas et de nous installer environ un kilomètre plus loin histoire de changer la vue à couper le souffle par une vue époustouflante et de permettre à Pierre une nouvelle randonnée dans les alentours.


Il est temps de vérifier si mon nouveau visa est enfin arrivé, car Pierre doit payer le sien, prêt depuis longtemps, avant la fin du mois. Nous trouvons une place à l'entrée sud de Cochrane à côté d'une petite rivière. La réception d'Internet est bonne et quel bonheur, mon visa est arrivé. Alors il faut payer les deux visa le lendemain et nous enregistrer.


Après avoir accompli toutes nos taches administratives nous quittons Cochrane en direction nord. Le traversier du Rio Baker n'est pas fonctionnel mais nous trouvons une belle place pour la nuit en dessous de grands arbres avec vue sur le fleuve. D'ailleurs le traversier du Rio Baker n'inspire pas vraiment plus de confiance que celle du Rio Pascua.


Le parc national Patagonia est le paradis sur terre pour les guanacos. Pour la première fois nous pouvons aussi observer des jeunes. Nous roulons sur le chemin que nous avions prévu prendre pour passer en Argentine au mois de mars dernier. Comme le parc est toujours fermé les randonnées ainsi que le camping sont interdits. Nous faisons demi tour et passons une dernière nuit sur la rive du magnifique Rio Baker avec sa couleur turquoise ou bleu intense.


Le retour a Bahia Jara se fait sous la pluie. Nous découvrons une végétation qui a explosé durant nos trois semaines d'absence. Partout les églantiers sont en fleur. Malgré toute cette beauté nous sentons, arrivé à la plage, que notre séjour à Bahia Jara tire à sa fin. Encore quelques préparations et nous nous lancerons sur la route vers le nord. Nous avons toujours confiance que les frontières s'ouvriront dans les prochains mois.


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Kayak

Deux journées sans vent ont permis à Pierre d'enfin découvrir le lago General Carrera en kayak. La deuxième journée, notre ami Juan Luis l'a accompagné. Nous profitons pleinement des moments en compagnie de Juan Luis et de son fils Ismael. Muchas gracias amigos.